Oberer Graben, St.Gallen (SG)
Städtebauliche Studie: Baumboulevard am historischen Stadtgraben
Studie im Auftrag der Stadtplanung St. Gallen
Projektleitung und Konzept: GSI Architekten AG
Historische Aufarbeitung: Laurenz Hungenbühler
Verkehrsplanung: Prof. Claudio Büchel
Am St. Galler Schibenertor und am Oberen Graben entsteht durch den Wegfall einer nicht mehr genutzten Busspur neuer Freiraum. GSI Architekten AG und der Heimatschutz St. Gallen / Appenzell I.Rh. schlagen vor, diesen Raum für die Pflanzung von rund 90 neuen Stadtbäumen zu nutzen. Die Reparatur des Grünen Rings – des ehemaligen Stadtgrabens – am Oberen Graben leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des Stadtklimas und der Aufenthaltsqualität.
Strassengestaltung und Verkehrskonzept
Ein neues Verkehrs- und Gestaltungskonzept soll das Stadtleben aufwerten und ein gesünderes Stadtklima in der Zukunft ermöglichen. Eine Verkehrsumsturkturierung ermöglicht das Wegfallen mehrerer Fahrspuren im Bereich des Uniongebäudes und der St.Leonhardstrasse. Neue Baumreihen binden die bestehenden Platanen an den Grünen Ring an und bilden mit diesen zusammen eine Allee vom Broderbrunnen über die St. Leonhardstrasse bis zur Hauptpost. Gleichzeitig soll der heute asphaltierte Platz rund um den Broderbrunnen in eine Grünfläche mit Blumen, Stauden und Sitzgelegenheiten verwandelt werden – was sie historisch auch einmal war.
Diese Massnahmen ermöglichen die Pflanzung von rund 90 Bäumen am Oberen Graben. Der neue Grünzug würde unter anderem den historischen Stadtgraben wieder erlebbar machen und dem viel zitierten Grabenstatut Nachachtung verschaffen. Die Aufwertung des Altstadtrings leistet einen wichtigen Beitrag an ein gesünderes Stadtklima.
Auch die Gestaltung des Platzes am Broderbrunnen ist Teil des Konzepts. Der Individualverkehr wird bei diesem Vorschlag nicht beeinträchtigt. Weiter schlägt die Studie eine Verlegung des öffentlichen Verkehrs in beide Richtungen auf die Bahnhofstrasse vor. Dies würde den Union-Knoten entlasten und vor dem Uniongebäude einen verkehrsfreien Platz für das Stadtleben schaffen.
Auf Basis der Vorstudie wurde ein Betriebs- und Gestaltungskonzept der Stadt ausgearbeitet und 2025 in die öffentliche Mitwirkung gegeben.